Am 14. April fand im Bayerischen Landtag eine Kalenderübergabe statt, hierzu wurde der Serie-X Vorstand eingeladen.

Empfang des Serie-X Vorstands im Bayerischen Landtag

Es war ein herzlicher Empfang für die beiden Vorstände von Serie-X, Bernd Köhle und Anatol Tulga, im Maximilianeum in München. Im Bayerischen Landtag wurde am 14. April 2010 der Kalender "Serie-X, Väter setzen Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern" präsentiert und an die Landtagspräsidentin Barbara Stamm, das gesamte Präsidium sowie an die Mitglieder der Kinderkommission übergeben. Der Termin wurde von Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe Berlin, vermittelt, der zusammen mit Victoria Gotzler für diese Übergabe extra von Berlin angereist ist.

"Wir müssen die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, die Menschen dazu bringen, dass sie genau hinschauen, was in ihrem Umfeld passiert. Die Politik übernimmt damit ihren Teil der Verantwortung", so die Landtagspräsidentin Barbara Stamm vor Vertreterinnen und Vertretern aller fünf Fraktionen im Bayerischen Landtag. Die Präsidentin brachte im Weiteren sehr deutlich zum Ausdruck, dass sie die Aktion der Väter aus Baden-Württemberg begrüßt und unterstützt.

Georg Ehrmann von der Deutschen Kinderhilfe unterstrich nochmals, warum der Kinderhilfe das Projekt am Herzen liegt. "Hier werden Väter aktiv, die sich eindeutig gegen den Missbrauch von Kindern positionieren. Mit einem unkonventionellen Projekt, das Aufmerksamkeit erreicht, ohne Grenzen zu überschreiten. Diese Initiative ist ein positives Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Durch die aktuelle Missbrauchsdebatte hat das Thema eine zusätzliche Brisanz erhalten"

Bernd Köhle, Vorstand von Serie-X, erläuterte den anwesenden Politikerinnen und Politikern, warum der Verein diesen Kalender realisiert hat und wie der Verein entstanden ist. Diese 12 Väter setzen Ihren Körper nicht dafür ein Kinderseelen zu zerstören, sondern gestalten mit ein Bild, das zum Hinsehen auffordern und zum Nachdenken anregen soll. "Wir müssen nur aufpassen, dass sich der Blick nicht ausschließlich auf kirchliche oder schulische Einrichtungen konzentriert. Denn im Moment werden hier sämtliche Missbrauchsfälle der letzten 50 Jahre aufgearbeitet - was natürlich Sinn macht - aber es erweckt den Anschein, dass Missbrauchsfälle nur in Kirche oder Schule anzusiedeln sind. Dabei sind alle sozialen Nahfelder betroffen - besonders eben auch die Familie an sich." so Bernd Köhle zu den sich häufenden Berichten über Missbrauchsfälle.

Auch die Mitglieder der Kinderkommission des Bayerischen Landtags, allesamt weibliche Abgeordnete, haben großen Gefallen an der Idee des Vereins Serie-X gefunden. Die Vorsitzende Petra Dettenhöfer: "Das ist eine hervorragend Aktion. Es ist weiter wichtig, die Opfer in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken und zu zeigen, was Kindern und Jugendlichen angetan wurde".

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Landtagsabgeordnete aus allen Fraktionen finden den ungewöhnlichen Kalender gegen den Missbrauch von Kindern gut. An der Präsentation im Maximilianeum beteiligten sich (von links nach rechts): Vizepräsident Franz Maget (SPD), Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, Brigitte Meyer FDP, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Familie und Arbeit, Mitglied der Kinderkommission, Vizepräsident Jörg Rohde (FDP), Claudia Stamm (B´90/Grüne) und Eva Gottstein (FW), Mitglieder der Kinderkommission, Bernd Köhle, Vorsitzender des Vereins Serie-X, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Joachim Unterländer (CSU), Petra Dettenhöfer (CSU) und Simone Strohmayr (SPD), beide Kinderkommission, die Vizepräsidenten Reinhold Bocklet (CSU) und Peter Meyer (FW) sowie Anatol Tulga, 2. Vorsitzender des Vereins Serie-X.

Geschrieben am: Freitag, 16. April 2010 - 11:09 Uhr