Georg Ehrmann von der Deutschen Kinderhilfe überreichte Jürgen Banzer, Minister für Arbeit Familie und Gesundheit den Serie-X Kalender

Zeichen setzen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern

Deutsche Kinderhilfe übergibt Kalender des Vereins Serie-X an Jürgen Banzer, Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit

Berlin/Wiesbaden, 15. März 2010

Laut Bundeskriminalamt werden bis zu 300.000 Fälle sexualisierter Gewalttaten an Kindern im Jahr verzeichnet. Lebenslang leiden die Betroffenen unter den Folgen der Taten. Dem Problem sexueller Gewalt gegen Kinder wird kaum öffentliche Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl gerade diese Delikte zu den schwerwiegendsten in unserem Land gehören. Meist findet der Missbrauch im familiären Umfeld statt.

Eine Initiative aus Baden-Württemberg namens „Serie-X“ hat einen Kalender produziert, der auf dieses Problem aufmerksam macht. Der Kalender setzt sich aus professionellen Fotografien von zwölf Familienvätern zusammen, die nackt auf dem Bauch liegend ein X an verschiedenen und bekannten Orten in Deutschland formen. Das dargestellte X bildet das zentrale Element eines jeden Fotos, ist aber lediglich aus weiter Entfernung zu sehen.

Viele Erwachsene zerstören mit ihren Körpern Kinderseelen. Die engagierten Väter hingegen setzen mit ihren Körpern Zeichen gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern. Die Initiative ist ein positives Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Durch die Kalenderaktion wird eine Debatte entfacht und auf das Tabuthema sexueller Missbrauch von Kindern hingewiesen, so RA Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe heute in Wiesbaden.

Um eine flächendeckende Öffentlichkeit für das Thema zu gewinnen, unterstützt die Deutsche Kinderhilfe und ihr Partner, die Stiftung Hänsel und Gretel durch den Erwerb und die Verteilung von Kalendern diese Aktion: Der Erlös aus den Verkäufen wird ohne Abzug durch den Verein Serie-X an themenbezogene Hilfsprojekte weitergeleitet.

Ein Exemplar wurde am Montag, 15 März, von Georg Ehrmann symbolisch an Jürgen Banzer, den hessischen Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit übergeben. Dem Präsidenten des baden-württembergischen Landtag, Peter Straub und den Landtagsabgeordneten wurden bereits im Dezember 2009 durch die Stiftung Hänsel und Gretel die Kalender übergeben. , sind Ebenfalls im Besitz des Kalenders sind Regina van Dinther, Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags, Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtags in Mecklenburg-Vorpommern und Hermann Dinkla, Präsident des niedersächsischen Landtags.
Deutschland muss sich stärker gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern einsetzen – dass machen auch die Politiker mit ihrer Unterstützung deutlich.

Foto:
Jürgen Banzer, Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit in Hessen, erhält stellvertretend für Ministerpräsident Roland Koch am 15. März 2010 einen Kalender

Geschrieben am: Dienstag, 16. März 2010 - 20:05 Uhr