Am Mittwoch, 28. Mai, haben die Familienväter des Vereins Serie-X e.V. wieder ein Zeichen gesetzt - auf dem Zugspitzplateau, dem Dach Deutschlands. Nach dem Shooting im Nürtinger Freibad und im Wohnzimmer der Dortmunder Borussia, Deutschlands größtem Fußballstadion, wurde nun das dritte Shooting bei acht Grad Außentemperatur und 2800 Meter Höhe inszeniert.
So wird es aussehen, das dritte Bild für den Ende 2009 erscheinenden Kalender von Serie-X . Initiator Bernd Köhle und Fotograf Wilfried Adam hatten sich in aller Ruhe auf dieses Motiv fest gelegt.
Eine schwere Aufgabe war es die gesamte Fotoausrüstung auf eine Höhe von ca. 2800 Meter zu bringen. Das Einfachste dabei war die Fahrt mit der Bayerischen Zugspitzbahn auf das Zugspitzplateau.
Ebenfalls allen Mut zusammen nehmen musste das Model Bernhard. Nicht deshalb weil er sich für einen guten Zweck nackt machen, sondern wegen der frischen Temperaturen und dem kalten Schnee in den er sich für einige Aufnahmen legen musste.
Das Ziel für das dritte Shooting war über 300 Kilometer entfernt, die Zugspitze. Damit aber noch nicht genug, eine weitere Stunde dauerte die Fahrt mit der Zahnradbahn von Eibsee in Richtung Zugspitzplateau.
Die Fahrt wurde freundlicherweise von der Bayerischen Zugspitzbahn gesponsert, so dass das sechsköpfige Team, das aus dem Model Bernhard, dem Fotografen W. Adam, Chauffeur R. Jeckel sowie den Vorständen B. Köhle bzw. A. Tulga bestand, kostenfrei auf den Berg kommen konnte.
Gegen zehn Uhr wurde der Endbahnhof Zugspitzplateau erreicht. Nun war es an der Zeit das Equipment auszuladen und auf die Suche nach einem geeigneten Produktionsort zu gehen.
Das Bild rechts entstand kurz nach der Ankunft auf dem Zugspitzplateau.


Fotograf Wilfried Adam und Bernd Köhle hatten die schwierige Aufgabe, einen passenden Aufnahmeort in der Region um die Zugspitze zu finden. Auswahl gab es genug, jedoch sollte die Schneefläche, die den größten Anteil des Bildes ausmacht, noch unberührt sein.
Dankbar wurden die Ratschläge von den Mitarbeitern der Zugspitzbahn angenommen. Da die Festigkeit des Schnees durch die warmen Temperaturen bereits nachgelassen hatte, wurde die Auswahl weiter eingeschränkt.
Doch durch die fachkundige Beratung der Mitarbeiter der Zugspitzbahn und dem Gefühl von Bernd Köhle war schnell klar, wo das Stativ aufgestellt werden sollte...
Etwa einen Kilometer und zweihundert Höhenmeter weg von der Bergstation der Zugspitzbahn an einem Kamm lag er also, der erwählte Produktionsort.
An einem Grad mit Blick auf die im Tal liegende Ortschaft Leermos sollte nun also das Stativ aufgebaut werden. Da für den Aufbau jedoch ein ebener und vor allem sicherer Untergrund von Nöten war, fiel die Wahl auf das Dach eines Lifthäuschen.
Nicht unbedingt der Arbeitsplatz für Personen, die schon bei geringer Höhe Schindelanfälle bekommen! Aber für den Kalender und die Sache, die dahinter steckt, war keinem der beteiligten Personen der Aufwand zu groß. Also hoch mit der Ausrüstung.

Tief beeindruckt von der Schönheit des Zugspitzgebiets war der zweite Vorsitzende des Vereins Serie-X e.V., Anatol Tulga.
Jedoch hatte er auch ein etwas mulmiges Gefühl in der Magenregion, da keine zwei Meter hinter dem Häuschen der Berg steil in das darunter liegende Tal abfällt.
Nur nicht nach unten sehen war demnach das Beste, das in solch einem Fall getan werden konnte.
Dennoch war es seine Aufgabe, das Team, welches auf dem Dach das Stativ aufbaute, mit dem dazu benötigten Equipment zu versorgen.
Wie gesagt, die Aussicht entschädigte für alles.
Bernhard der sich zur Produktion an der Zugspitze bereit erklärte, genoss die Aussicht auf den höchsten Punkt Deutschlands sichtlich. Von seiner Warte aus sieht man linker Hand die Bergstation der Zugspitze. Lässt man den Blick weiter schweifen, so geht er in das Nachbarland Österreich.
Die Aufgabe, die auf das Model Bernhard wartete, war eventuell die Schwerste von allen, er musste entkleidet in eine noch unberührte Schneefläche liegen.
Dem Stress und der Kälte zum Trotz verlor er jedoch seinen Humor nicht, wie auf der Aufnahme rechts zu sehen ist.
Insgesamt konnte wieder festgestellt werden, dass es bei den Arbeiten zur dritten Kalenderblattaufnahme wieder sehr harmonisch und ruhig zuging.


Fotograf Wilfried Adam, Initiator Bernd Köhle und das Model aus dem Dortmund-Shooting (Fahrer Reiner) treffen die letzten Vorbereitungen für das Shooting.
Ein Problem in dieser Höhe ist jedoch der Wind, der beim Auffrischen recht heftig an dem bis zu 12 Meter ausfahrbaren Stativ zerrt. Jedoch standen hierzu Seile zum Verspannen des Stativs bereit.
Aus Sicherheitsgründen wurde jedoch darauf verzichtet, das Stativ in seine volle Höhe auszufahren. Die Qualität und der Eindruck der Aufnahme haben darunter jedoch in keinster Weise gelitten.
Anatol Tulga unterwegs zum ersten Aufnahmeort. Seine Aufgabe bestand nun darin, dem Model den Bademantel abzunehmen bzw. zu reichen.
Hier, an einem Grad der Zugspitze war der Schnee besonders tief. Dadurch wurde die Fortbewegung recht beschwerlich. Laut seiner Aussage will er beim nächsten Mal einen Rodel mitbringen - der Hang lädt geradezu ein - darauf hinunterzufahren.


Da das Produktionsteam mit den ersten Aufnahmen nicht zufrieden war, wurde nach einer neuen Stelle für die Aufnahme gesucht. Es war ein Fels.
Mit auf dem Bild ist Bernd Köhle zu sehen, der das Modell Bernhard tatkräftig unterstützte.
Wie gut die Idee war, das Model auf diesen Fels zu positionieren, zeigte sich nach den ersten Probeaufnahmen. Genau das Bild, das gesucht wurde, genau die Einstellung, die gewünscht wurde und genau das Licht und der Hintergrund, der verlangt wurde.
Einfach Perfekt!
Auch Bernhard war zufrieden, gab der Fels doch mehr Wärme ab als eine Schneefläche, zumal der Fels bereits einige Zeit von der Sonne aufgewärmt wurde.
Endlich selbst mal im Fokus der Kamera! Sonst steht er immer dahinter, Fotoreporter Jörg Bächle, der hauptberuflich für den Kirchheimer Teckboten arbeitet.
Man könnte ihn fast für Luis Trenker halten, so "fesch und mandlig" wie er hier vor dem Abgrund steht.
Und als wüsste der Wettergott, dass sich Jörg hier hinstellen würde, genau in diesem Moment brach die Sonne durch die Wolken und ein Strahl traf genau auf den Fotoreporter von Serie-X.


Endlich Feierabend, also runter mit der Ausrüstung, das Mittagessen wartet schon.
Fahrer R. Jeckel, dessen Firma Wolfer & Goebel Bau und Projekt GmbH die Fahrt nach Garmisch gesponsert hat, half wie immer tatkräftig bei der Produktion mit.
Nach immerhin zwei Stunden Produktion war Fotograf W. Adam zufrieden mit den Aufnahmen.
Dass es aber einfacher ist, auf den Berg hinauf zu kommen als hinunter, konnte das Serie-X Team beim Abtransport des Equipments feststellen. Nun, es sind halt doch alle Flachlandtiroler.
Sei es drum, es war ein toller Tag mit einem erstklassigen Shooting und einer wunderbaren Aussicht, die zu einem erneuten Besuch einlädt.
Nachdem alle Mann wieder an Bord waren, inklusive Equipment, ging es zurück über die Schneefelder zur Zugstation.
Pisten-Bully´s kann man kaufen, aber solch eine Fahrt auf der Zugspitze wohl kaum. Dem Verein Serie-X e.V. wurde sie kostenlos von der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG zur Verfügung gestellt.
Pisten-Bully-Fahrer Hubert Wörndle, der seit zwanzig Jahren für die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG arbeitet, hat solch eine „Fracht“ zuvor auch noch nicht transportiert. Das Serie-X Team bedankt sich hier jedenfalls für seine Geduld und Hilfe beim Shooting.
Eine Fahrt auf dem Beifahrersitz bzw. der Transportfläche eines Pisten-Bullys ist jedenfalls besser als eine Fahrt mit der Achterbahn. Die Aussicht ist grandios, besonders bergab!


Fast schon ein Muss. Bernd Köhle zeigt an, dass die dritte Produktion für den Serie-X Kalender im "Kasten" ist.
Wo soll die nächste Produktion stattfinden? Die Modelle zu den entsprechenden Produktionsorten stehen bereits fest.
Aber wie sagte schon Sepp Herberger, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das gilt auch für den Verein Serie-X e.V., der schon an den Planungen für die nächsten Shootings arbeitet.
Das kann auf einem Staudamm sein, oder in einem Weizenfeld. Aber auch eine Kreuzung steht auf dem Wunschzettel, dieses aber bei Nacht wegen den Farbenspielen der Ampelanlage.
Eines ist sicher, wenn alle Vorbereitungen getroffen wurden, muss es wieder schnell gehen, aber das ist das Produktions-Team von Serie-X e.V. bereits gewohnt.
Noch einmal dieses eindrucksvolle Panorama der Zugspitzregion mit der Kamera festhalten. Motive gab es schließlich genug, auch wenn die Sichtweite nicht bei den vorhergesagten 100 Km lag.
Mit der Zugspitzbahn ging es danach bergab Richtung Eibsee, Grainau und Garmisch.
An der Haltestelle Eibsee war für das Produktions-Team von Serie-X die Expedition zur Zugspitze vorbei. Noch die Ausrüstung in den Bus verladen und einen letzten Blick zum höchsten Gipfel Deutschlands.
Das Serie-X Team bedankt sich für die freundliche Unterstützung bei der Firma Wolfer & Goebel Bau und Projekt GmbH für die Bereitstellung eines Fahrzeugs zum Transport der Ausrüstung und des Serie-X Teams.
Ein weiterer Dank geht an die Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG für die Übernahme der Fahrtkosten zur Zugspitze sowie der Bereitstellung eines Pistenbully mit Fahrer.
Text: Tulga | Fotos: Bächle
