Der Hockenheimring Baden-Württemberg, sonst bekannt durch hochkarätige Motorsport-Veranstaltungen, diente als Schauplatz für die Fünfte von insgesamt 12 Fotoproduktionen. Genau zwischen den Testläufen und dem Rennwochenende der Formel 1, hatte das Produktionsteam von Serie-X e.V. Gelegenheit ein weiteres Wunschmotiv umzusetzen. Möglich wurde dies durch die freundliche Zusammenarbeit mit dem Eigentümer der Rennstrecke, der Hockenheimring GmbH.
Die Anfänge des heutigen Hockenheimring Baden-Württemberg liegen in den 1930 Jahren, er diente seinerzeit als Test- und Rennstrecke.
Im Jahre 1970 fand das erste Formel-1-Rennen auf der ehemaligen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Hockenheim statt, bei dem Jochen Rindt den ersten Platz belegte.
Im Jahr 2002 wurde die Strecke drastisch gekürzt, dafür aber die Südtribüne vergrößert und die Mercedes-Benz Tribüne mit Blick zur Nordkehre gebaut. Die Spitzkehre nach der langen Parabolika sollte eine Überholmöglichkeit für die Formel-1-Boliden schaffen.
Eben diese Rennstrecke war ein Wunschmotiv, welches sich das Produktionsteam von Serie-X ausgesucht hatte. Auf dem Asphalt, auf dem sonst schnelle Rennwägen ihre Runden ziehen, setzte das Model Wolfgang sein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern.
Zu Beginn einer Fotoproduktion ist die Suche nach dem besten Standort für das Stativ unerlässlich. Allein der Wechsel der Position von ein paar Metern ergab eine völlig neue Sicht auf das eigentliche Motiv, der "Spitzkehre" des Hockenheimrings.
Abgesehen davon, gab es auf dem 4,574 Kilometer langen Rundkurs im Norden Baden-Württembergs genügend Motive, die fotogen gewesen wären. Aber nun galt die Aufmerksamkeit dem momentanen Standort, der "Spitzkehre".
Während sich also der Asphalt bei schönstem Sommerwetter langsam aufheizte, kristallisierte sich langsam aber sicher heraus, dass die Anfahrt zur Spitzkehre der erste Standort für das 12-Meter-Stativ werden sollte. Ein Versetzen des Stativs stellt trotz seiner imposanten Höhe glücklicherweise kein Problem dar.
Initiator Bernd Köhle und Fotograf Wilfried Adam waren zufrieden.


Nun, einen Motor hat das Stativ noch nicht, es muss mit Muskelkraft auf seine vorab bestimmte Höhe "gepumpt" werden!
Auf dem linken Bild ist die Anfahrt von der Parabolika auf die Spitzkehre zu sehen. Kaum vorstellbar, dass die Rennboliden mit einer Geschwindigkeit von ca. 280 Km/h auf diese Spitzkehre zufahren. Die Parabolika hat eine Länge von ca. 1100 Metern, das entspricht 15 Sekunden Vollgas.
Im Hintergrund ist die im Jahr 2002 neu gebaute Mercedes-Benz-Tribüne zu sehen, von der aus die Motorsportfans ihrem Favoriten zujubeln.
Am 14. Juli 2008, dem Tag unserer Produktion vor Ort, waren jedoch weder Motorenlärm, noch Jubelgesänge zu hören. Allein das Rauschen von der nahen Autobahn untermalte die Stille an der Rennstrecke.
Als die ersten Aufnahme auf den Speicherchip gebannt und in das Laptop überspielt waren, wurden die Bilder einer ersten kritischen Begutachtung unterzogen.
Um es vorab zu sagen, die Aufnahmen entsprachen den Vorstellungen von Bernd Köhle, der die Bilder schon im Kopf habe, wie er immer wieder betonte. Nun lag es also an der Umsetzung in ein visuelles Produkt, der Einfachheit halber hier "Foto" genannt!
Eines war jedenfalls schon vor dem ersten Auslösen der Kamera sicher, die Aufnahme sollte, nein, musste in das Gesamtkonzept des Kalenders "Serie-X" passen.

Demokratie ist, wenn jeder seine Meinung sagen darf, die Mitstreiter zuhören und gemeinsam ein Entschluss gefasst wird.
In diesem Fall wurde das Stativ von der Anfahrt zur Spitzkehre an die Ausfahrt verlegt.
"Eine Änderung der Sichtweise ergibt bekanntlich neue Einblicke auf das Wesentliche", sagt der Spruch eines japanischen Glückskekses. Das Produktionsteam von Serie-X wollte herausfinden, ob das auch im realen Leben so ist.
Also wurde das Stativ versetzt, die Kamera in Position gebracht, das Model eingewiesen und weitere Aufnahmen gemacht.
Diese Aufnahme entstand vom Ende der Auslaufzone hinter den Reifenstapeln, welche die Aufprallwucht eines Rennwagens etwas dämpfen sollen.
Ein Dank an dieser Stelle an den fleißigen Maler, der seine Arbeit an einer Werbefläche für die Zeit des Shootings unterbrochen hatte.
Wie eingangs schon erwähnt, gab es auf dem Gelände des Hockenheimring Baden-Württemberg viele Stellen die eine Aufnahme wert waren. Um diese Kulissen nicht unberücksichtigt zu lassen, wurde der Produktionsort erneut gewechselt.
Dies geschah ganz zur Freude des Serie-X Fahrers Bernhard, der die Gelegenheit nutzte, um unter den mitfühlenden Blicken der Rennteams, die bereits zum Aufbau der Fahrerlager eingetroffen waren, zwei Runden auf dem Rundkurs zu absolvieren.
Nach diesen zwei Runden kam der Wagen, der das Serie-X Team transportierte, schließlich in der "Südkurve" neben der Tribüne zum Stehen. Fällt hier die Strecke etwas ab? Ist sie hier breiter als an den ersten Produktionsorten?
Fragen, die nur ein geübtes Auge und ein Rennfahrer beantworten kann.


Weit nach Mittagszeit, die Sonne brannte vom Himmel, das Model, das sich auf den mittlerweile gut gewärmten Asphalt legen durfte, war froh wieder aufstehen zu dürfen, die Aufnahmen waren auf das Laptop überspielt und die Beurteilung der Bilder begann aufs neue.
Der Stimmung schadete die Arbeit jedoch in keinster Weise und so hatte jeder, der bemerkte, dass Fotoreporter Jörg Bächle auf den Auslöser drückte, ein Lächeln für ihn übrig.
Aber zurück zur Demokratie, wie war das noch:
Demokratie kommt von dem Wort "Demos", welches soviel wie Volk bedeutet. Und dieses Volk, hier das Produktionsteam von Serie-X, stellte fest, dass die Aufnahmen an der Südkurve hervorragend geworden waren und das Shooting ein Ende finden könne. Außerdem machte sich der Hunger unter den Anwesenden breit.
Wer nicht über das nötige Kleingeld verfügt um sich einen Formel-1-Boliden zu leisten, der greift auf ein günstigeres Gefährt zurück.
In diesem Falle hatte Fotoreporter Jörg Bächle sein rotes Rennrad mitgebracht, um einmal auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg den Rundenrekord von 1:13,780 Minuten, aufgestellt im Jahre 2005 von Kimi Räikkönen, Paroli zu bieten.
Nun ja, eine MS (Männerstärke) gegen ca. 850 PS (Pferdestärken), das kann eigentlich nichts werden. Dennoch freute sich der "Rasende Reporter" über die von ihm erreichte Spitzengeschwindigkeit von sage und schreibe 52 Km/h.
Dass ein Formel-1 Rennwagen diese Geschwindigkeit mit Standgas im Rückwärtsgang erreicht, machte ihm jedenfalls nichts aus. Glücklich und etwas abgekämpft traf er wieder beim Team von Serie-X ein.


Während der eine mit dem roten Rad um den Rundkurs radelte, stellten sich die anderen lieber vor das Objekt ihrer Begierde - dem Fahrerlager der Scuderia Ferrari!
Anatol Tulga, seiner Aussage nach schon immer ein Ferraristi und Model Wolfgang, ebenfalls den "Roten" nicht abgeneigt, freuten sich jedenfalls riesig über dieses Erinnerungsfoto.
Es war schon imposant zu sehen, welch ein logistischer Aufwand hinter einem solchen Rennwochenende der Formel-1 steht.
In einer Reihe stellten die Rennteams ihre auf Hochglanz polierten Lastkraftwagen auf, an denen schließlich die Fahrerlager angebaut wurden. Sie glänzten sozusagen um die Wette.
Uns hat das gefallen, möge der Bessere gewinnen.
Wozu die aufwendig gestalteten Fahrerlager gut sind ist auf dem rechten Bild gut zu sehen.
Fast alle Aufbauten waren mit Spiegelglas versehen, so dass endlich eine Gruppenaufnahme mit dem Fotoreporter Jörg Bächle möglich war.
Wie im Hintergrund zu sehen ist, waren die Aufbauarbeiten noch im vollen Gange, schließlich muss bis zum Start des Rennwochenendes ab Mittwoch, dem 16. Juli 2008 alles stehen.
Auf dem Bild sind folgende Personen des Serie-X Produktionsteams zu sehen: Bernd Köhle (erster Vorstand), Wolfgang (Model), Jörg Bächle (Fotoreporter), Anatol Tulga (zweiter Vorstand) und Bernhard Grote (Fahrer).


Der Tag auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg war wieder gespickt mit spannenden Momenten. Wo ist die beste Stelle für das Shooting, wie werden die Aufnahmen aussehen, nachdem sie aus einer Höhe von etwa 10 Metern geschossen wurden, sind alle damit am Ende zufrieden?
Diese Fragen können mit einem beruhigten "Ja" beantwortet werden, das Produktionsteam von Serie-X hat sich wieder einmal bewährt und der Kalender ist nun um ein Monatsbild reicher.
Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch Bernd Köhle, der das Projekt Serie-X ins Leben gerufen hat. Dennoch gibt es noch viele weitere Punkte die abgearbeitet werden müssen, bis am Ende der fertige Kalender im September 2009 erscheinen kann.
Ebenfalls zufrieden war Bernhard Grote, der endlich einmal insgesamt vier Runden auf der Hausstrecke von Baden-Württemberg, dem Hockenheimring Baden-Württemberg, zurücklegen konnte.
Es ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Kalenderproduktionen geworden, dass am Ende eines Produktionstages die Zahl des fertiggestellten Shootings von Bernd Köhle angezeigt wird.
Während der Fahrt über die Start-Zielgerade des Hockenheimring Baden-Württemberg zeigte Bernd Köhle zufrieden die Fünf für die fünfte Produktion.
Ermöglicht wurden die Aufnahmen für den Serie-X Kalender durch die freundliche Zusammenarbeit mit dem Eigentümer der Rennstrecke, der Hockenheimring GmbH.
Des weiteren bedanken wir uns für die freundliche Unterstützung durch die Mercedes Benz AG, Werk Untertürkheim, Center Produktion Motoren (PMO) für die Bereitstellung eines Fahrzeugs zum Transport der Ausrüstung und des Serie-X Teams.
Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, dass das Projekt Serie-X eine breite Unterstützung findet, sei es durch Firmen oder Privatpersonen. Selbiges zeigt sich auch bei den Vorbereitungen der kommenden Produktionen.
Es ist uns Bestätigung genug, das Richtige zu tun, denn am Ende gibt es nur einen Sieger: Kinder!
Text: Tulga | Fotos: Bächle
